Schimmelige Wurst in der Kühlung

Es geht um die Wurst, im wahrsten Sinne des Wortes. Vor dem Landgericht Deggendorf war dies Gegenstand einer Berufungsverhandlung am Mittwochnachmittag. Ein Metzgereibetrieb aus dem südlichen Landkreis Deggendorf hat wiederholt schimmlige oder verdorbene Wurst in seiner Kühlung gelagert. "So geht es einfach nicht. Sehen Sie dies als letzten Warnschuss", sagte Richterin Eva Nistler bei der Urteilsverkündung in Richtung Anklagebank. Der Angeklagte wurde zu einer Geldstrafe in Höhe von 1200 Euro verurteilt.


Dem Landratsamt Deggendorf ist der Metzgermeister, der zusammen mit seiner Frau den Familienbetrieb führt, kein Unbekannter: "Er gehört zu den schlechtesten Betrieben im Landkreis", führte Sachbearbeiterin am Veterinäramt Deggendorf, Dr. Katja Lausmann-Dürmaier aus. Bereits in den vergangenen Jahren wurden die Hygienezustände beanstandet. Im Januar dieses Jahres führte sie zusammen mit Lebensmittelkontrolleur Michael Berger eine erneute Routinekontrolle durch. "Als wir den Kühlraum betraten, in dem die Wurst lagert, sahen wir sofort eine schimmlige Schwarzwurst hängen", sagte er. Diese muss da schon länger gehangen sein. Rund vier Kilo Schwarzwurst produzierte der Metzger einige Wochen vorher und belieferte mit einem Teil davon eine soziale Einrichtung. Der Rest ist übrig geblieben, erklärte der Angeklagte.

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