Fleisch Wurst Eier: Wie Sie erkennen, woher Lebensmittel stammen

Berlin . Immer wieder kommt es zu Skandalen rund um Lebensmittel. Gerade erst wurde ein neuer Geflügelpest-Virus in Deutschland entdeckt. Doch wer sich genau über die Herkunft eines Lebensmittels informieren will, der muss ganz genau hinsehen. Wir erklären, was die Verpackung verrät und wo Sie mehr Hinweise bekommen.


Neun von zehn Verbrauchern möchten über die Herkunft der wichtigsten Zutaten in ihren Lebensmitteln Bescheid wissen. Das ergab eine repräsentative Umfrage der Verbraucherorganisation Foodwatch. Diese Angabe fehlt derzeit auf vielen Produkten, weil sie nicht vorgeschrieben ist. Verbraucher können sich zunächst an Angaben auf der Verpackung halten - die aber meist nicht alles verraten. Das Portal lebensmittelklarheit.de des Verbraucherzentrale Bundesverbands listet Beispiele auf:


Bei frischem Kalb- und Rindfleisch müssen die Verbraucher über die Herkunft informiert werden. Das entfällt aber, wenn das Fleisch verarbeitet wurde - also schon, wenn etwa nur Salz hinzugegeben wurde. Bei Hack gilt die Regel ab einem Rindanteil von 50 Prozent.


Eier müssen mit einem zehnstelligen Code aus Zahlen und Buchstaben gekennzeichnet werden - und zwar auf dem Produkt und dem Karton. Die erste Ziffer des Codes beschreibt, wie die Henne gehalten wird. Danach kommen zwei Buchstaben für das Herkunftsland. Beispielsweise steht DE für Deutschland, AT für Österreich. Die folgende siebenstellige Nummer ist die Nummer des Legebetriebs und des Stalls.


Bei vielen frischen Obst- und Gemüsearten muss das Ursprungsland genannt werden - ausgenommen sind etwa Früh- und Speisekartoffeln, frischen Bananen, Oliven, Zuckermais und Datteln.


Trägt ein Produkt wie der Schwarzwälder Schinken das Siegel "geschützte geographische Angabe", heißt das nicht, dass auch die Schweine dafür aus dem Schwarzwald stammen. Entsprechend strenge Regeln gelten nur bei dem Logo "geschützte Ursprungsbezeichnung".


Orientierung bei regionalen Waren gibt das blaue "Regionalfenster", das erst Anfang 2014 eingeführt wurde. Es zeigt an, woher die Hauptzutat eines Produktes stammt, wo es verarbeitet wurde und wie hoch der Gesamtanteil der regionalen Zutaten ist. Die Nutzung des Logos ist für Hersteller und Handel allerdings freiwillig.

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