Redaktioneller Beitrag des Bezirksverbandes Detmold

Am 30. November 2016 traf sich der Bezirksverband der Lebensmittelkontrolleure/innen im öffentlichen Dienst, Regierungsbezirk Detmold e.V. Mitglied im Landesverband NRW der Lebensmittelkontrolleure/innen.

Themenschwerpunkt  war  die neue Entgeltordnung.

Nach mehr als zehn Jahren, nach Inkrafttreten des TVöD,  ist dieser nun mit der Entgeltordnung komplettiert worden.


Neben den Diskussionspunkten zum Aufbau der Entgeltordnung, den Verbesserungen (welche eine Vielzahl von Beschäftigten betrifft (außer Lebensmittelkontrolleure)), der stufengleichen Höhergruppierung ab März 2016 lag der Tenor der Gespräche im Bereich der Veränderungen in der Entgeltgruppe 9.

 

Der Bezirkverband kam einstimmig zu dem Ergebnis, dass die automatische Überleitung  aus der sogenannten kleinen EG 9 in die neue EG 9a dem Berufsstand der Lebensmittelkontrolleure/innen nicht gerecht wird.

 

Die Aufgaben können heute nicht mehr mit dem von damals verglichen werden.

Durch die Globalisierung und Schnelllebigkeit reicht zur Gewährleistung des umfassenden und vorbeugenden Verbraucherschutzes ein abstraktes Wissen und Hadeln nicht mehr aus.

Geprägt wird das Berufsbild der Lebensmittelkontrolleure/innen durch eine besonders hohe Verantwortung gegenüber der Gesellschaft und den Wirtschaftszweigen.

Die Bedeutung der Verwaltungsakte ergeben sich aus den Entscheidungen, deren Außenwirkungen für die Betroffenen u.U. nicht unerheblich und evtl. existenzbedrohend sein können.

Und das geschieht unmittelbar, vor Ort und ohne Rücksprachen mit Sachverständigen, oder Vorgesetzten.

 

Folglich können hiermit Merkmale der allgemeinen Verwaltungstätigkeit nicht greifen!

Zur Erfüllung der Aufgaben ist vielmehr ein gründliches, umfassendes, tiefgreifendes und spezielles Fachwissen Voraussetzung, sodass zumindest eine Überleitung in die EG 9b gerecht(fertigt) und angemessen wäre.

 

Aus Gesprächen und meinen eigenen Erfahrungen als Bezirksvorsitzender der Lebensmittelkontrolleure/innen im öffentlichen Dienst  im Regierungsbezirk Detmold muss ich leider feststellen, dass die Motivation nicht nur auf Regierungsbezirksebene auf einem Tiefpunkt angelangt ist.

Der Gesetzgeber fordert eine multidisziplinäre Zusammenarbeit des Kontrollpersonals (Lebensmittelkontrolleure, Veterinäre, Lebensmittelchemiker etc.), jedoch ignoriert der Arbeitgeber die Ungleichbehandlung der Berufsgruppen und duldet damit den ungerechten Spagat der Entgeltgruppen.

 

Eine Kollegin und ein Kollege spiegelten dies mit folgenden Zitaten wieder:

„Was ist dazwischen. Was rechtfertigt unsere EG 9a mit der EG 14 der Sachverständigen? Was ist dazwischen, welche Verantwortungsvollen Tätigkeiten rechtfertigen das?“

„Was unterscheidet eine Kontrolle in einer kleinen Fleischerei, von einer Kontrolle einer Großküche mit 1000 Essen pro Tag?“

 

Meine These:

„Zufriedenheit ist das Spiegelbild der Wertschätzung & Anerkennung. Geld macht nicht unbedingt Glücklich, aber es beruhigt und wer beruhigt ist, ist zufrieden.“

 

Im Rahmen der Veranstaltung wurde unser Kollege und ehrenamtliches Vorstandsmitglied  Hans-Jürgen Günther verabschiedet.

Hans-Jürgen absolvierte von 1971-1973 eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann und leistete von1974-1975 Grundwehrdienst.

Ab 1979 erfolgte die Einstellung als Lebensmittelkontrolleur im Kreis Paderborn zur Ausbildung und ab 1980 dann die Anstellung.

2003 beging Hans-Jürgen sein 25 jähriges Dienstjubiläum.

 

Steckel würdigte nochmals das hohe Engagement und seine Verdienste im Rahmen der Vorstands- und Verbandsarbeit und wünschte alles erdenklich Gute für die weitere Zukunft.

 

Ein redaktioneller Beitrag von

Valentin Steckel

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